Anwendung von Komplementärmedizin, z.B. Akupunktur

Akupunkturnadeln

Allgemeine Information über komplementärmedizinische Behandlungsmöglichkeiten in der Gynäkologie und Geburtshilfe

(zum Teil in der Gemeinschaftspraxis, oder in Kooperation mit anderen Dienstleistern)

Akupunktur 

  • bei Wechselbeschwerden
  • zur Geburtsvorbereitung
  • zur Geburtseinleitung
  • Moxabustion bei Beckenendlage
  • Unterleibschmerzen
  • Regelschmerzen
  • bei unregelmäßiger Menstruation

Was ist Akupunktur ?

Die Reizung von Akupunkturpunkten ist die älteste und am weitesten  verbreitete Heilmethode der Welt.  Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut werden die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt und gestörte Funktionen wieder normalisiert. Die Wirkungsweise  ist  wissenschaftlich gut untersucht und steht außer Zweifel.

Die Akupunkturpunkte liegen auf Leitlinien, die man „Meridiane“ nennt. In ihnen fließt nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden sind im Körper gleichzeitig – jedoch als Gegenpole – wirksam. Ihr Gleichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit. Die Meridiane überziehen netzförmig den gesamten Körper.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Meist sticht man Nadeln in sie ein und bezeichnet dies als Akupunktur, man kann sie jedoch auch durch Wärme (Moxabustion), Ultraschall, Strom (Elektroakupunktur), Laserstrahlen oder durch Fingerdruck (Akupressur) stimulieren.

Besonders wichtig ist die Erkenntnis der Forschung, daß die Akupunktur bei richtiger Anwendung absolut keine Nebenwirkungen mit sich bringt. Dies ist wohl der größte und entscheidendste Vorteil!

Homöopathie:

Naturheilverfahren erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Auch die Nachfrage nach der Homöopathie steigt ständig, insbesondere, weil sie, richtig angewendet, nebenwirkungsfrei ist. Trotz der Popularität des Begriffs „Homöopathie“ fällt vielen eine exakte Definition oder die Abgrenzung zur Pflanzenheilkunde, der Phytotherapie, schwer.

Der Begriff „Homöopathie“ stammt aus der griechischen Sprache und kann mit „ähnliches Leiden“ übersetzt werden. Damit ist gemeint, dass in der Homöopathie eine Erkrankung mit einer kleinen Menge eines Naturstoffs behandelt wird, die am gesunden Menschen, in größerer Dosis verabreicht, zu ähnlichen Symptomen führt, wie sie für eine bestimmte Erkrankung charakteristisch sind. Z. B. kommt es nach Einnahme einer Zubereitung aus dem wilden Jasmin zu Fieber und Abgeschlagenheit, also zu typischen Grippesymptomen. Somit ist leicht nachvollziehbar, dass der wilde Jasmin entweder allein oder häufig als wichtiger Bestandteil in homöopathischen Grippemitteln verwendet wird. Diese sogenannte „Ähnlichkeitsregel“ (lat. Similia similibus curentur) bildet eines der drei Grundprinzipien der Homöopathie.

Chancen und Grenzen der Homöopathie

Die Homöopathie geht davon aus, dass Krankheitssymptome nicht die Krankheit selbst sind, sondern Reaktionen auf Störursachen, die zeigen, dass der Körper selbsttätig wieder das Gleichgewicht herstellen will. Die Homöopathie versucht also nicht, die Symptome zu unterdrücken, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Homöopathie ist somit aktive Hilfe zur Selbsthilfe des Körpers.

Homöopathie wirkt überall dort, wo die körpereigene Regulation noch erhalten ist und grundsätzlich eine Möglichkeit zur Selbstheilung besteht. Dies gilt für viele akute Erkrankungen, besonders solche im Kindesalter und für psychosomatische oder chronische Krankheiten. Manche langwierigen Krankheiten wie z. B. Heuschnupfen, Bronchialasthma und Neurodermitis, die sich durch eine konventionelle Behandlung oft nur kurzfristig bessern und dann wieder aufflackern, lassen sich durch eine homöopathische Behandlung dauerhaft lindern oder sogar ganz ausheilen.

Einschränkend aber gilt, dass sich eine homöopathische Therapie dann verbietet, wenn ein operativer oder intensivmedizinischer Eingriff notwendig ist. Auch Patienten, bei denen die Gabe von Insulin oder Schilddrüsenhormonen erforderlich ist, sollten nicht homöopathisch behandelt werden. Das gleiche gilt auch für einen Zusammenbruch der körpereigenen Regulation, wie beispielsweise bei einem Nierenversagen, bei dem eine Dialyse (Blutwäsche) angezeigt íst.

Teemischungen:

Frauenmantel ,Schafgarbe , Johanniskraut , Melisse, Baldrian, Orangenblüten

Pflanzlichen Produkte:

Progesteronähnliche Pflanzen:  Frauenmantel, Schafgarbe
bei Hitzewallungen:   Olivenöl, Steinklee, Salbei, Zypresse, Weißdorn
bei Schlaflosigkeit u. Depressionen:   Saathafer, Hopfen, Baldrian, Passionsblume

Phytoöstrogene:

Es gibt Pflanzen, die Substanzen mit mild östrogenähnlicher Wirkung enthalten, die „Phytoöstrogene“ (griechisch „phyto“ = pflanzlich). In der Pflanze selbst haben diese Verbindungen keine Hormonfunktion, sie kopieren aber gewissermaßen den Effekt des Hormons im menschlichen Organismus in abgeschwächter Weise und ohne negative Begleiterscheinungen.

Die Sojabohne:
Eine besonders segensreiche und vielseitige Vertreterin mit hohem Gehalt an pflanzlichen Östrogenen ist die Sojabohne. Bei einem geringen Gehalt an gesättigten Fettsäuren liefert sie als Nahrungsmittel ein sehr hochwertiges Eiweiß. Außerdem senkt Soja den Cholesterinspiegel. Das sind schon drei gute Gründe, die oft belächelte Pflanze in den Speiseplan aufzunehmen – als Tofu, Sojadrink, Sojabratling, Sojamehl etc.

Die wahre Kraft der Bohne aber liegt in den enthaltenen Phytoöstrogenen, den Isoflavonen Genistein und Daidzein. Ein erstes Interesse der Forschung beschränkte sich auf die mögliche Anti-Krebs-Wirkung dieser pflanzlichen „Hormone“. Heute weiß man, dass Isoflavone das Risiko einer Reihe von typischen Krankheiten des fortgeschrittenen Lebensalters reduzieren können.

Hierzu gehören die Osteoporose und koronare Herzkrankheiten. Aber auch ungeliebte Symptome der Menopause, zum Beispiel Schwere und Häufigkeit von Hitzewallungen, lassen sich mit Soja-Nahrungsmitteln mildern. Die Wirkung ist so überzeugend, dass derartige Produkte inzwischen von einigen Wissenschaftlern als mögliche Alternativen zur medizinischen Hormonersatztherapie angesehen werden.

Isoflavone für die Haut:

Isoflavone sind also schon „von innen“ sehr gesund. Sie können aber noch mehr. In Cremes eingearbeitet bewirken sie den Erhalt der Hautbeschaffenheit und sogar den Wiederaufbau der bereits hormonbedingt gealterten Haut. Die Hautdichte wird insgesamt positiv beeinflusst. Dass „Sojacreme“ die Haut fester und elastischer macht, ist in klinischen Studien bewiesen.

Weil in der Haut aber synergetische Wechselwirkungen zwischen Steroidhormonen, Vitaminen und weiteren Stoffen stattfinden, bietet sich auch für Cremes die Kombination mit Substanzen teils pflanzlicher Herkunft an, welche als gewebeverdichtend und zellschützend bekannt sind.

Flavonoide und Isoflavone:

Grüner Tee, Soja ( Tofu, Miso, Aburage, Sojamehl, Sojaflocken ), Früchte, Gemüse ( Broccoli, Weißkohl ), Wein, Lignane, Früchte, Leinsamen,Vollkorn,

Möglichkeiten der Phytoöstrogeneinnahme:

Vegetarische ( makrobiotische Kost )

Nahrungsergänzung

30 – 50 g Sojaprodukte täglich, z.B. Sojamehl-Flocken in Joghurt rühren, Sojaextrakte, Sojadessert



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