Verhütungsmöglichkeiten, neu Verhütungskettchen/Gynefix

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Verhütungsmethoden:

Neu !!!

Das Verhütungskettchen … Gynefix

ist hormonfrei und beeinflusst nicht den Hormonhaushalt, ist wirksam für 5 Jahre, ist sehr sicher, verhütet dort, wo es soll – in der Gebärmutter, ist eine Verhütung, die man nicht spürt, ist gut verträglich und fast nebenwirkungsfrei,  beeinflusst nicht die Stärke der Regelblutung, den Menstruationszyklus und den Eisprung, beeinflusst nicht die Libido und den Knochenstoffwechsel, ist geeignet für Frauen jeder Altersgruppe, auch für junge kinderlose Frauen mit kleiner Gebärmutter, verursacht keine Gewichtszunahme, die Fruchtbarkeit ist sofort nach dem Entfernen wieder hergestellt.

weitere Infos unter www.gynial.at

Verhütungsball – Intrauterin Ball

Alternative bei zu dünner Gebärmutterwand, wirkt wie die Kupfersprirale, passt sich aber besser der Form der Gebärmutterhöhle an.

weitere Infos unter www.gynial.at

Pille

Die „klassische“ Pille hemmt den Eisprung und wird deswegen auch als „Ovulationshemmer“ bezeichnet. Sie enthält eine Kombination aus einem Östrogen (meist Ethinylestradiol) und einem Gestagen. Solche Präparate werden 21 (selten 22) Tage lang eingenommen, dann folgen 7 (bzw. 6) Tage Pause, in denen es zu einer Blutung kommt. Als „Mikropillen“ bezeichnet man eine Untergruppe der klassischen Kombinationspillen. Ihr Östrogenanteil liegt immer bei weniger als 50 Mikrogramm Ethinylestradiol pro Tag (meist 20-35 Mikrogramm).

Vorteile:

sehr sichere Wirkung, positive Nebeneffekte, zum Beispiel bei starken Regelschmerzen, Zyklusstörungen, Hautproblemen, bestimmten Formen von Haarausfall u.s.w.; die Pille schützt übrigens auch vor bestimmten Krebsarten! Hier ist in erster Linie an den tückischen Eierstock – Krebs zu denken; Frauen mit mindestens 6-jähriger „Pillen“ – Einnahme haben ein bis zu 80% gesenktes Risiko. Auch bei Gebärmutterkörperkrebs besteht ein weitreichender Schutz.

Nachteile:

tägliche Einnahme erforderlich, möglichst zur gleichen Tageszeit.

„Pille danach“

Durch das in den beiden Präparaten enthaltene synthetische Gelbkörperhormon (=Gestagen) Levonorgestrel (LNG) wird die Einnistung einer eventuell befruchteten Eizelle verhindert. Daher spricht man beim Einsatz der „Pille danach“ auch nicht von Verhütung (= Kontrazeption), sondern von Interzeption.

Web Info: Pille danach

Vaginal-Ring / Nuva-Ring

NuvaRing ist der erste Vaginalring zur Schwangerschaftsverhütung, der kontinuierlich Hormone (Kombination aus Östrogen und Gestagen) freisetzt.Der Ring ist ein flexibler Kunststoffring, der leicht einzulegen u. wieder zu entfernen ist. Er verbleibt 3 Wochen lang in der Scheide.

Web Info: Nuva-Ring

EVRA – Verhütungspflaster

EVRA®, ein dünnes, weiches Pflaster wird auf die Haut appliziert. Das Pflaster wird 7 Tage getragen und kann drei Wochen lang jeweils am gleichen Wochentag gewechselt werden. Die vierte Woche ist pflasterfrei. EVRA kann diskret an vier Körperstellen angewendet werden – Gesäß, Bauch, Oberkörper oder Arm – und haftet gut an der Haut, auch beim Schwimmen, Baden, in der Sauna oder in feuchtem Klima.

EVRA® nutzt ein innovatives transdermales System zur kontinuierlichen Verabreichung von Hormonen (Norelgestromin/Ethinylestradiol) durch die Haut in den Blutkreislauf. Die Wirkweise entspricht der der Pille. In klinischen Studien wurde EVRA® gut vertragen und stellte sich als ebenso effektiv heraus wie orale Verhütungsmittel.

Web Info: Evra Pflaster

Hormonspirale („Mirena“ und „Jaydess“)

Die Hormonspirale sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Spirale. Aber anstelle einer Kupferspirale hat es ein Hormondepot, das fünf Jahre lang winzige Mengen von Gestagenen (= Gelbkörperhormon) direkt in die Gebärmutter abgibt. Die Hormone beeinflussen sowohl den Schleimpfropf im Gebärmutterhals als auch die Schleimhaut der Gebärmutter. Der Schleimpfropf wird sehr fest und zäh und bildet eine Barriere, so dass keine Samenzellen in die Gebärmutter aufsteigen können. Die Schleimhaut der Gebärmutter wird in einen Ruhezustand versetzt (wie eine Art „Winterschlaf“) und kann ein befruchtetes Ei nicht aufnehmen – in dem unwahrscheinlichen Fall, daß doch einmal eine Samenzelle den Schleimpfropf durchdringen kann.

Vorteile: so sicher wie die Sterilisation – aber jederzeit leicht zu entfernen, lange Wirkdauer (bis zu fünf Jahre „Ruhe“ mit der Verhütung), schwächere, kürzere und weniger schmerzhafte Monatsblutungen, bei ca. 20% aller Anwenderinnen keine Monatsblutung, während die Spirale liegt.
Nachteile: Blutungsstörungen (Schmierblutungen) in den ersten Wochen nach Einsetzen; diese können in seltenen Fällen mehrere Monate anhalten.

Kondom

Eine dünne Latex-Hülle, die vor dem Geschlechtsverkehr über das männliche Glied gezogen wird. Verhindert das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter.

Vorteile:

keine Nebenwirkungen, schützt zusätzlich von sexuell übertragbaren Erkrankungen, Anwendung nur bei Bedarf.

Nachteile:

nur mittlere Sicherheit, „Disziplin“ bei der Anwendung erforderlich.

Kupfer-Spirale

Intrauterinpessare, auch „Spirale“ genannt, bestehen aus einem Grundgerüst aus Kunststoff und sehen meist wie ein „T“ in abgewandelter Form aus (Anmerkung: frühere in der Gebärmutter verwendete Verhütungsmittel hatten manchmal die Form eine Spirale, daher kommt die Bezeichnung.). Der Stamm der Spirale ist umwickelt von einem Kupferdraht. Es werden ständig Kupferionen in die Gebärmutter abgegeben, was die Effektivität der Verhütung verbessert. Die verhütende Wirkung der Spirale hält drei bis fünf Jahre an.

Vorteile:

sicher, lange Wirkdauer (bis zu fünf Jahre „Ruhe“ mit der Verhütung).

Nachteile:

Blutungsstörungen (Schmierblutungen), stärkere, oft auch schmerzhaftere Monatsblutungen, Gefahr aufsteigender Infektionen v.a. bei Frauen mit wechselnden  Partnern.

Minipille

Die Minipille unterscheidet sich grundlegend von der Kombinationspille. Sie enthält keine Estrogene, sondern nur Gestagene (= Gelbkörperhormone) in ganz niedriger Dosis. Sie hemmt bei den meisten Frauen nicht den Eisprung, sondern ihr hauptsächliches Wirkprinzip besteht darin, den Schleimpfropf im Gebärmutterhals für Samenzellen undurchlässig zu machen. Außerdem kann die Gebärmutterschleimhaut ein eventuell doch befruchtetes Ei nicht aufnehmen. Die Minipille muß täglich ohne Einnahmepause sehr pünktlich (auf 3 Stunden genau) eingenommen werden und erreicht nicht ganz die empfängnisverhütende Sicherheit der Ovulationshemmer.

Vorteile:

sicher, niedrige Hormondosis, keine Estrogene, Frauen mit erhöhtem Gelbkörperhormon – Bedarf, z.B. bei Endometriose, ausgeprägtem prämenstruellem Syndrom, Brustschmerzen u.s.w.

Nachteile:

Blutungsstörungen (Schmierblutungen) zu Beginn, muß sehr zuverlässig und pünktlich eingenommen werden.

chemische Verhütungsmittel (Zäpfchen etc.)

Cremes, Zäpfchen, Schaumzäpfchen oder Gels, die eine samenabtötende Wirkung haben oder mit solchen Substanzen getränkte Schwämmchen, die etwa 10 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden.

Diaphragma

Eine runde Gummimembran mit einem elastischen Rand, die im oberen Teil der Scheide so eingesetzt wird, dass sie den Gebärmutterhals verdeckt. Verhindert das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter.

Dreimonatsspritze

Ein Gestagen (Gelbkörper) – Depot wird in den Muskel gespritzt und gibt drei Monate lang gleichmäßig seinen Wirkstoff ab. Die Wirkung ist im Prinzip wie bei der Minipille (der Schleim im Gebärmutterhals wird für Samenzellen undurchlässig, die Gebärmutterschleimhaut kann ein eventuell doch befruchtetes Ei nicht aufnehmen), außerdem wird der Eisprung unterdrückt.

Vorteile:

sicher, drei Monate „Ruhe“ mit der Verhütung, günstige Nebeneffekte: Frauen mit erhöhtem Gelbkörperhormon – Bedarf, z.B. bei Endometriose, ausgeprägtem prämenstruellem Syndrom, Brustschmerzen u.s.w.

Nachteile:

Blutungsstörungen (Schmierblutungen), mögliche Gewichtszunahme.
Für wen geeignet?

Implantat („Implanon“)

Es handelt sich dabei um ein kleines, dünnes Kunststoff – Stäbchen, das auf der Innenseite des Oberarmes direkt unter die Haut eingesetzt wird. Das Stäbchen enthält als Wirkstoff ein Gestagen (=Gelbkörperhormon). Dieser Wirkstoff ist in dem speziellen Kunststoff dieses Stäbchens eingelagert und wird in kleinsten Mengen langsam und gleichmässig über 3 Jahre freigesetzt. Die empfängnisverhütende Wirkung beruht einerseits auf einer Hemmung des Eisprungs (Ovulation) und andererseits auf einer Veränderung des Gebärmutterhals – Schleims; dadurch wird das Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutter erschwert.

Vorteile:

sehr sicher, bisher keine ungewollten Schwangerschaften bekannt, lange Wirkdauer (3 Jahre), keine Estrogene und damit Estrogen – bedingte Nebenwirkungen, günstige Nebeneffekte: Frauen mit erhöhtem Gelbkörperhormon – Bedarf, z.B. bei Endometriose, ausgeprägtem prämenstruellem Syndrom, Brustschmerzen u.s.w.

Nachteile:

Blutungsstörungen (Schmierblutungen) zu Beginn, Einsetzen und auch das Entfernen nach 3 Jahren sind ein kleiner Eingriff.

Knaus-Ogino

Die Methode beruht auf der Berechnung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage. Zunächst muß der Monatszyklus ein Jahr lang dokumentiert werden. Als „ein Zyklus“ wird dabei der Zeitraum vom ersten Tag einer Monatsblutung bis zum letzten Tag vor der nächsten Blutung bezeichnet. Zur Berechnung des ersten fruchtbaren Tages werden vom kürzesten Zyklus des letzten Jahres 18 abgezogen. Der letzte fruchtbare Tag errechnet sich aus dem längsten beobachteten Zyklus minus 11.

Nachteile:

es bleiben nur wenige fruchtbare Tage übrig; große „Disziplin“ erforderlich; hohe Versagerquote.

Vasektomie (= Sterilisation des Mannes)

Bei der Sterilisation des Mannes (sog. „Vasektomie“) wird ein kleiner Teil des Samenleiters entfernt und die beiden Enden so vernäht, daß ein Aneinanderwachsen verhindert wird. Danach gelangen keine Spermien mehr aus dem Hoden in das Ejakulat. Das Ejakulat wird nicht sichtbar verändert, es besteht zum überwiegenden Teil aus Sekreten der Prostata und der sog. Samenbläschen. Durch die Vasektomie ändert sich weder das sexuelle Verlangen noch führt sie zur Impotenz, wie von vielen Männern befürchtet.

Web Info:  Vasektomie

Sterilisation der Frau

Bei der Sterilsation der Frau wird durch eine Bauchspiegelung der Eileiter auf beiden Seiten durchtrennt. Hierzu gibt es mehrere Methoden. Am häufigsten angewendet wird die Verschorfung der Eileiter mit bipolarem Strom oder gelegentlich noch mit der Thermokoagulation. Bei dieser Methode ist die Gefahr einer versehentlichen Zerstörung von Nachbarstrukturen am geringsten.

Vorteile: sicher, man muß nicht mehr an die Verhütung denken.
Nachteile: operativer Eingriff in Vollnarkose; normalerweise nicht mehr rückgängig zu machen; Blutungsstörungen oder auch vorzeitiges Einsetzen der Wechseljahre entweder bei unsachgemäßer Durchführung oder anatomischen Varianten infolge  einer Schädigung der Blutgefäße der Eierstöcke.

Symptothermale Methode

Die Methode beruht auf der Berechnung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage in Verbindung mit der Beobachtung eines „Symptoms“, in erster Linie des Schleims aus dem Gebärmutterhals. Zunächst muß der Monatszyklus ein Jahr lang dokumentiert werden. Als „ein Zyklus“ wird dabei der Zeitraum vom ersten Tag einer Monatsblutung bis zum letzten Tag vor der nächsten Blutung bezeichnet.

Vorteile: keine Nebenwirkungen
Nachteile: es bleiben nur relativ wenige fruchtbare Tage übrig; große „Disziplin“ erforderlich; hohe Versagerquote.

Verhütungscomputer

Es gibt inzwischen mehrere Computersysteme auf dem Markt, die als Hilfsgeräte zur Wahrnehmung der fruchtbaren Tage benutzt werden können. Sie sind keine Empfängnisverhütungsmethoden, sondern lediglich Hilfsmittel bei der Anwendung der sogenannten „Natürlichen Familienplanung“ NFP. Vor der Anwendung dieser Geräte ist es wichtig sich mit den Methoden der NFP („natürliche Familienplanung“) oder besser „Methoden der Fruchtbarkeitswahrnehmung“ (MFW) auseinander zusetzen und die Grundlagen der hormonellen Vorgänge des Zyklus und ihre Wirkungen zu verstehen.
Die sogenannten „Verhütungscomputer“ lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Die meisten Geräte sind nach den Regeln der „erweiterten“ Temperaturmethoden programmiert, andere bieten die Möglichkeit zusätzliche Daten zu erheben, z. B. Beschaffenheit des Zervixschleimes oder mittels Teststäbchen, die (im Urin) das luteinisierende Hormon (LH) feststellen. Seit einiger Zeit ist ein Gerät nebst zugehörigen Teststreifen im Handel mit deren Hilfe zwei Hormone im Urin bestimmt werden. Diese Hormone sind ein Zeichen für die fruchtbaren bzw. unfruchtbaren Tage der Frau. Das Gerät selbst, ein kleiner Computer besitzt einen M-Knopf, drei verschieden gefärbte Leuchten und ein Display.



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