Brusterkrankungen, Diagnose und Behandlung von Brustkrebs

Brustultraschall

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Als Leiter des Brustzentrum Salzkammergut und als Leiter des Brustgesundheitszentrum gespag-Elisabethinen, – und als ein im oö. Tumorzentrum benannter Brustchirurg trete ich für eine schnelle gezielte Abklärung auffälliger Mammographie und Ultraschallbefunde ein. In einem professionellen Team, bestehend aus allen notwendigen Disziplinen, erfolgt eine moderne patientinnenorientierte Diagnostik und Behandlung.

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Gespag TV Brustzentrum Salzkammergut

Web Brustgesundheitszentrum gespag-Elisabethinen

Bei einer Brustkrebsoperation sollte wenn möglich gleich auf ein gutes kosmetisches Ergebnis geachtet werden. Daher wende ich bei einem Großteil der Operationen onkoplastische Operationstechniken an.

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Ende Juni 2015 wurde im Beisein zahlreicher Ehren- und Festgäste das neue Brustzentrum Salzkammergut am SKGK Vöcklabruck eröffnet. Zukunftsorientiert folgt die gespag damit der EU-Auflage, Brustkrebs-PatientInnen ab 2016 in fachlichen Zentren zu behandeln.

Tür an Tür kümmern sich FachärztInnen aus Radiologie, Gynäkologie, Chirurgie, Interne Onkologie, Pathologie, Nuklearmedizin und Radioonkologie in einem multiprofessionellen Team mit speziell ausgebildeten Pflegekräften, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen und TherapeutInnen um eine fachlich und zeitlich abgestimmte Diagnostik und Behandlung.

Wir bemühen uns, möglichst an einem Tag alle Diagnoseschritte einschließlich einer eventuellen Probenentnahme durchzuführen. Der Befund liegt meist ein bis zwei Tage später vor. Bestätigt sich ein Krebsverdacht, wird der Befund im Mammaboard besprochen und in Anwesenheit der ExpertInnen aller drei SK-Standorte die jeweilig beste Therapiestrategie festgelegt.

Neben den bereits etablierten werden an der Interdisziplinären Brustambulanz folgende neue Leistungen angeboten:

  • Genetische Beratung bei familiärem Brustkrebs (oder Verdacht darauf) einschließlich einer Testung
  • Möglichkeit der Vakuumbiopsie bei auffälligen Verkalkungen in der Brust
  • Gezielte Stanzbiopsien und Markierungen durch die Kernspintomografie der Brust

Jede 8. Frau in Österreich erkrankt an Brustkrebs. Dieser für alle Frauen erschreckende Gedanke verliert etwas an seiner Bedrohlichkeit, wenn man bedenkt, daß Brustkrebs durch moderne Behandlungsverfahren auch ohne die gefürchtete Entfernung der gesamten Brust heilbar ist, wenn er früh genug entdeckt wird.

Alle notwendigen Untersuchungen , operativen Massnahmen und Therapien können am Krankenhaus Vöcklabruck durchgeführt werden. Die Betreuung und Operation  erfolgt durch mich und durch die Mitglieder des Mammateams, bestehend aus FrauenärztInnen, Chirurgen, Pathologen, Onkologen, Radiologen, KollegInnen der Nuklearmedizin und Strahlentherapie, und durch PsychologInnen.

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Untersuchungsmöglichkeiten-Früherkennung:

Abtasten der Brust:

Die  Mehrzahl aller Brustkrebsknoten läßt sich tasten. Deshalb gilt die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust und der Achselhöhlen als erste und beste Vorsorge. Außerdem sollten Sie auf jeden Fall die jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt in Anspruch nehmen. Zusätzlich sollten Sie zum Arzt gehen, wenn Sie beobachten, daß:

o   Knoten oder Verhärtungen neu in der Brust aufgetreten sind,
o   die Brüste neuerdings unterschiedlich groß sind,
o   sich die Brüste beim Heben der Arme unterschiedlich verhalten,
o   eine Brustwarze eingezogen ist,
o   sich die Haut an einer Brustwarze verändert hat,
o   eine Brustwarze wasserklare oder blutige Flüssigkeit absondert,
o   eine Brust plötzlich eine Rötung aufweist, die nicht mehr abklingt.

Anleitung zur Selbstuntersuchung :
www.brustkrebs-berlin.de/mammakarzinom-diagnostik/su-kurs01.htm

Mammographie

Mammografie Screening Info siehe: www.frueh-erkennen.at

Eine zentrale Rolle in der Krebs-Früherkennung nimmt die Mammographie neben der regelmäßigen, einmal im Monat durchzuführenden Eigenuntersuchung durch die Frau und der jährlichen Untersuchung beim Haus- oder Frauenarzt ein. Nur durch sie sind wir in der Lage, kleine, noch nicht tastbare, auf Krebs verdächtige Veränderungen zu erkennen. Auch der Ultraschall kann die Mammographie nicht ersetzen, sondern im besten Fall ergänzen. Es gibt heute keine bessere Methode zur Früherkennung von Brustkrebs als die Mammographie.

Die empfohlene Häufigkeit der Untersuchungen richten sich nach mehreren Gesichtspunkten, wie z.B. Dichte der Brust, Vorerkrankungen und familiäre Belastung mit Brustkrebs. Im allgemeinen werden eine erste Mammographie (Basismammographie) im 35. Lebensjahr und vom 40. bis 50. Lebensjahr Routinekontrollen alle 1-2  Jahre empfohlen. Es ist günstig, die Untersuchung immer kurz nach der Monatsblutung durchzuführen, weil dann die Drüsen die geringste Dichte haben und das Zusammenpressen am wenigsten Beschwerden macht.

Bei der Mammographie wird jede Brust zwei- bis dreimal zwischen zwei Platten eingezwickt, was nicht jede Frau auf die gleiche Weise empfindet. Je besser die Brust komprimiert wird, desto größer ist die Aussagekraft der Röntgenbilder, weshalb wir bemüht sind, möglichst einen Druck von 15 kp zu erreichen. Nur manche Frauen verspüren dabei richtige Schmerzen. Sollte eine Patientin berührungsempfindliche Brüste haben, wird die Assistentin den Druck nur mit größter Vorsicht bis zur Schmerzgrenze steigern.

Oft wird die Belastung mit Röntgenstrahlen als Argument gegen einen routinemäßigen Einsatz der Mammographie angeführt. Mit der heutigen Technik, bei der sehr empfindliche Filme und Verstärkerfolien verwendet werden, konnte man die Strahlendosis für die Brustdrüse auf ein Zehntel der ursprünglichen Menge reduzieren. Die Strahlenbelastung für den Gesamtkörper (Ganzkörperdosis) und bzw. für die Eierstöcke (Gonadendosis) ist äußerst gering ( ca. 1/10 der Strahlenbelastung eines Transatlantikfluges). Jugendliches Brustgewebe ist deutlich sensibler auf Röntgenstrahlen, weshalb man bei Teenagern und jungen Frauen nur in Ausnahmefällen Mammographien anfertigt. Bei Frauen ab 30 liegt bei den vorgeschlagenen Intervallen keine Gefährdung durch die Mammographie selbst vor.

Vorbereitung zur Mammographie:

Bei noch vorhandenen Monatsblutungen sollte die Mammographie in der ersten Zyklushälfte (bis max. 2 Wochen nach Beginn der Blutung) durchgeführt werden (weniger Druckscherzen und bessere Bildqualität!).

Ultraschall

Die Sonographie liefert zusätzliche Informationen. Vor allem dient sie zum Nachweis von Zysten, hilft bei Punktionen und kann die Lymphknoten im Achselbereich abbilden, was bei der Mammographie nicht möglich ist.

Kernspintomographie

Diese Untersuchung ist für diagnostische Problemfälle. Hier wird ein Kontrastmittel gespritzt, so daß Karzinome schon in einer Größe von drei bis fünf Millimetern entdeckt werden können.

Web Info :

Folder der  interdisziplinäre Brustambulanz Salzkammergut:



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